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Rauch über Dörrnwasserlos
Letzten
Samstag dem 24.09.2005 lagen unerklärliche Rauchwolken über Dörrnwasserlos. Bei näherem
Hinsehen waren die Aktivitäten eines kleinen sehr aktiven und nicht zu
überhörenden Vereines zu erkennen. Der erste Böllerschützenverein in Bamberg
und Umgebung, das Zwiebeltreter-Fähnlein Bamberg e.V. war zu Gast im
Schönstattzentrum Marienberg um die Neuanschaffung des Vereinsmitgliedes Holger
Dojan zu weihen. Es handelte sich hierbei um einen 90/130 mm Mörser. Da es bei
der Namensgebung einer Kanone, im Anschluss an die Weihe, einen angemessenen
Rahmens bedarf, gesellte sich noch die Kanone von Norbert Köchel, der
maßstäbliche Nachbau einer historischen Kanone sowie die Kanone von Winfried
Schmitt dazu. Der Patenverein, die Höchstadter Musketiere eine Vielzahl
weiterer Böllerschützen und die Fahnenmutter Ulrike Heucken durften bei diesem
Ereignis natürlich auch nicht fehlen. So wurde die Pflege der alten und fast
schon tot geglaubten Tradition des Böllerschießens, ein wahrer Genuss für das
Auge und die Ohren. Bei dem von Herrn Pfarrer Lohneiß aus Litzendorf in der
Marienkapelle zelebrierten Gottesdienst wurde der Segen erbeten, dass die Benutzung
der Böllergeräte weiterhin unfallfrei erfolgen möge. Beim Auszug aus der
Kapelle begrüßten Schützen mit Böllerschüssen die geweihten Geräte. Nachdem
auch die Kanonen die in der Kapelle keinen Platz mehr fanden den göttlichen
Segen erhielten, ließ die adäquate Antwort der Neuanschaffungen nicht lange auf
sich warten. Beim anschließenden Platzschießen mit 8 Kanonen, 2 Standböller, 9
Hand- und Schaftböller war schnell festzustellen dass der 90 mm Mörser in der
obersten Kategorie der Böllergeräte anzusiedeln ist. Der für einen solchen
Verein ohnehin beeindruckende Bestand an Böllergeräten ist somit noch weiter
angewachsen. Eine tolle Feier mit Gegrilltem und Gebräutem rundete das nicht
alltägliche Ereignis einer Kanonenweihe ab.
Ein
besonderer Dank gilt dem Schönstatt Zentrum Marienberg für die äußerst
freundliche Aufnahme auf dem Gelände, Herr Pfarrer Lohneiß für den Gottesdienst
und den vielen Gästen deren Anwesendheit dieses schöne Erlebnis ermöglichten.
Diese
Verbindung vom Böllerschießen und Kirche soll ein Zeichen für die Kritiker
sein, dass die Zwiebeltreter keine Schießwütigen sind, sondern sich alter
Traditionen verpflichtet fühlen. Gestreng unter dem Motto „In einem alten
Brauchtum aktiv sein heißt traditionsbewusst handeln“.
Silvester im Steigerwald
Zum
Jahresausklang hatte Fähnleinbruder Thomas Wellein Unterstützung
"angefordert", um das Silvesterschießen der Feuerschützen Ebrach um 10:00
Uhr mit Böllerschüssen zu eröffnen. Eine Gelegenheit, wieder einmal einen
Teil unserer Kanonen zu präsentieren und sich auf den Jahreswechsel
einzustimmen.
Hier kam zugleich eine Idee unseres Konzeptes zum Tragen, daß das
Zwiebeltreter-Fähnlein auch den Stammvereinen seiner Mitglieder mit einer
größeren Gruppe als sonst möglich zu festlichen Anlässen zur Verfügung
steht.
Ehrensalut zum 60. Geburtstag von Dr. Günther
Beckstein
Zusammen mit der Schützengilde Schwaig und dem
Schützenverein Langensendelbach waren wir am 23. November 2003
angetreten, um unseren Verbands-Ehrenkommandant, den Bayerischen
Innenminister Dr. Günther Beckstein bei seinem Eintreffen am Nürnberger
Flughafen mit einem Ehrensalut zu begrüßen.
Wie das Bild zeigt, hatte der Minister sichtliches Vergnügen an seinem
"Geburtstagsständchen". Auch die übrigen, zum Teil hochrangigen
Geburtstagsgäste sparten nicht mit Beifall und vermerkten auch in unserem
Gästebuch, dass die Böllerschützen der Veranstaltung einen würdigen
Auftakt gegeben hätten.
40. Geburtstag von Fähnleinbruder Walter
Spath
Zu seiner Geburtstagsfeier hatte Fähnleinbruder Walther Spath am Montag,
den 10. November eingeladen.
Da wir aber erst ab dem halben Jahrhundert böllern, musste er auf das
Ständchen verzichten. Um aber zu demonstrieren, was ihn dann erwartet,
kamen wieder einmal die "Zimmerböller" (s.U.) - sehr zur Freude daller
Anwesenden - zum Einsatz und es wurde auch so ein schöner Abend.
Am 14. September war es wieder einmal war es so weit, dass sich unser
Gründungstag jährt und wir uns am darauf folgenden Freitag zum
3. Gründungsfest
im, allmählich zu eng werdenden, Altdeutschen Zimmer der altehrwürdigen
Brauereigaststätte "Schlenkerla" in Bamberg trafen. Nach einem kurzen
Rückblick auf die diesjährige Saison konnte unser Kommandant Heidrun
Köchel als erstes weibliches Vollmitglied begrüssen.
Nach einer Stärkung mit der "Bamberger Zwiebel" - einer Spezialität des
"Schlenkerla" - wurden im weiteren Verlauf des Abend verdiente Mitglieder
mit Ehrennadeln des Zwiebeltreters-Fähnlein und des Arbeitskreis
Nordbayerischer Böllerschützen geehrt.
Zwischendurch wurden auch Bilder der letzten Veranstaltungen gezeigt und
die noch anstehende Termine in diesem Jahr angesprochen. Es sind dies:
Anschiessen Burgebracher Kirchweih am Donnerstag, 2. Oktober
Anschiessen Gaustadter Kirchweih am Samstag, 4. Oktober
und das alljährliche Nikolausschiessen am Samstag, 6. Dezember
Grillfest am 6. September
Das alljährliche Grillfest
wollten wir wieder mit einem Übungsschiessen verbinden. Obwohl das
Gartengrundstück unseres "Fähnleinbruders" Peter Geiger weitab von jeder
Bebauung liegt, wurde es uns mit einer nicht nachvollziehbaren Begründung
von der Gemeinde Memmelsdorf untersagt. Wir mussten also auf altenative
Geräte zurückgreifen (linkes Bild). Was nun Hand- bzw. Schaftböller ist -
unser "Küken" bestand darauf, dass er mit Schaftböller schiesst - bleibt
der Fantasie des Betrachters überlassen. Man beachte auch die
eigentümliche Form der Zündhütchen.

Auch wenn die Geräuschentwicklung nicht gerade die gewohnte war, wurde
das volle Programm absolviert. Der Zeugwart freute sich dabei über jeden
"Fehlschuss" und auch sonst hatte jeder seinen Spass dabei. Das linke
Bild zeigt die Teilnehmer beim "Laden" ihrer Geräte.
Inzwischen hatte der "Küchenchef" die ersten Köstlichkeiten fertig und
es folgte noch ein langer gemütlicher Abend.
Einer der diesjährigen Höhepunkte war zweifellos die
Sandkerwa 2003
Die größte und wohl bekannteste Kirchweih Bambergs findet alljährlich
gegen Ende August statt und in diesem Jahr wurden wir bei zwei "Events"
in den Festablauf mit einbezogen.
Erster Anlass war das Aufstellen
des Kirchweihbaumes. Beim Auszug am Freitag, 22. August begleitete unsere
Gruppe (linkes Bild - zur Grossansicht auf die Bilder klicken) den Baum
zusammen mit dem veranstaltenden Bürgerverein und der Gaustadter
Zimmererzunft zum Standort. Dort angelangt begaben sich die
Böllerschützen in den Rosengarten der Neuen Residenz. Von der Balustrade
aus begutachteten sie zunächst sachkundig den Einsatz der Zimmerleute
beim Aufstellen des Baumes (rechtes Bild) und verkündeten dann der
Bamberger Bevölkerung mit Böllerschüssen dass der Kirchweihbaum steht.
Ganz außerplanmäßig fanden wir uns dann auch im Festzug zur Abholung der
amtierenden Sandkerwa-Königin wieder. Der Weg führte auf den
"Spezi-Keller" wo auf alle eine stärkende Brotzeit wartete (in Bamberg
befinden sich die Biergärten meist auf der Spitze eines Hügels und man
sitzt über dem Felsenkeller, daher "auf den Keller"). Nachdem ein
erfahrener Böllerschütze immer ein paar Ladungen in Reserve hat, kam dann
auch die Sand-Königin zu ihrem Ehrensalut.
Der zweite Anlass, das große
Fischerstechen am Sonntag, 24. August begann wieder mit einem Zug
durch die Innenstadt. Am Festzelt warteten auf uns zwei zusammengezurrte
Schelche die dann, um die Sicherheitsabstände einhalten zu können, mitten
in der Regnitz unweit des "Alten Rathauses" flussabwärts vor Anker
gingen. Ein Schuss signalisierte den Beginn des Fischerstechens, bei dem
der Lokalmatador aber leider das Nachsehen hatte.
Vor Beginn der Siegerehrung wurden die Schützen erneut zum
"Schiessplatz" übergesetzt, salutierten dann den Siegern und beendeten
mit einem gemeinsamen Salut die Veranstaltung.
Wie der Moderator kund gab waren wir das erste und hoffentlich nicht das
letzte Mal dabei. An uns soll es nicht liegen, dass sein Wunsch nicht in
Erfüllung geht.
An dieser Stelle möchten wir uns auch beim Bürgerverein 4. Distrikt und
der Sandkerwa Veranstaltungs GmbH bedanken, dass sie uns die
Teilnahmemöglichkeit geboten haben. Ebenso wie der Bayer.
Schlösserverwaltung für die Zustimmung im Rosengarten böllern zu dürfen,
der Schiffer- und Fischerzunft für die Bereitstellung der Schelche und
der DLRG für die Fährdienste.
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